Chow Chow Hund : Charakter, Merkmale & mehr  

Chow Chow Hund : Charakter, Merkmale & mehr  

Allgemeine Informationen über den Chow Chow

Der Chow Chow ist eine mittelgroße Hunderasse, der zur Gruppe der asiatischen Spitze gehört. Die Rüden werden zwischen 48 und 56 Zentimeter und die Hündinnen zwischen 46 und 51 Zentimeter hoch. Mittelgroße Hunderassen wie der Chow Chow haben ein Gewicht von 25 bis 30 Kilogramm.

Die Hunderasse kann langes oder kurzes Fell haben. Die kurzhaarige Variante hat ein sehr weiches, plüschartiges Fell. Die sogenannten „Smooth Chows“ gibt es allerdings nicht so oft, wie die langhaarigen Vertreter. Letzterer hat ein dichtes Unterfell und eine Löwenmähne. Das Fell ist immer einfarbig, wobei es am Bauch und an den Innenschenkeln etwas heller sein darf. Als Rassefarben sind schwarz, rot, blau, rehfarben, creme oder weiß erlaubt. Die Hunderasse hat kleine, dicke, aufrecht stehende Ohren. Die Rute ist über den Rücken gebogen.

Ein besonderes Merkmal dieser Hunde die blaue Farbe der Zunge, des Gaumens und der Lefzen. Während bei anderen Hunden eine blaue Färbung in diesem Bereich auf eine Unterversorgung mit Sauerstoff hinweisen würde, ist die Färbung beim Chow Chow ein Bestandteil des Standards für seine Rasse und deutet nicht auf gesundheitliche Probleme hin. Es gibt keine klare wissenschaftliche Erklärung für die blaue Färbung, sie dürfte allerdings im Zusammenhang mit der Durchblutung und der Temperaturregelung stehen.

Wie andere mittelgroße Hunderassen hat der Chow Chow bei guter Pflege und guter Ernährung eine Lebenserwartung von 11 bis 14 Jahren.


Wesen, Charakter und Rassemerkmale des Chow Chow

Er ist ein sehr gelassener Hund, der kaum aus der Ruhe zu bringen ist. Das heißt, dass die meisten Sachen ihm kaum wichtig genug sind, darauf zu reagieren. Er hat den Ruf eigensinnig, stur und unbestechlich zu sein. Er hängt sehr an seiner Bezugsperson und duldet den Rest der Familie gerade noch. Fremden Menschen und meist auch fremden Hunden gegenüber zeigt er sich abweisend. Wenn er seine Familie oder seinen Bereich gefährdet sieht, entdeckt er sein Löwenherz und kann sogar gefährlich werden.

Der Chow Chow Charakter geht mit sehr großer Würde einher. Er unterwirft sich nicht und ähnelt im Wesen eher einer Katze als einem Hund. Er versucht nicht seinem Menschen zu gefallen, wie es andere Hunde tun, sondern der Chow Chow Charakter steht eher dafür, sich wie eine Katze seine Unabhängigkeit und seinen eigenen Kopf zu bewahren.

Weiterhin liegt es im Chow Chow Charakter, von Natur aus misstrauisch auf Fremde zu reagieren und ein sehr starkes territoriales Verhalten zu zeigen. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem guten Wachhund. Er kann als Wachhund und auch beim Aufeinandertreffen mit anderen Hunden schwer zu kontrollieren sein, da er zu Aggressionen neigt. Das kann durch eine gute Erziehung vermieden werden.
Auch beim Zusammentreffen mit kleineren Hunden ist Vorsicht geboten, da sie seinen Jagdinstinkt wecken könnten. Er muss also so früh wie möglich sozialisiert werden. Auch Freilauf ist bei der Rasse schwierig aufgrund seines großen Jagdtriebes, wobei auch die Abrufbarkeit des Hundes nicht jederzeit gewährleistet werden kann.

Die beliebtesten Aktivitäten eines Chow Chows

Da dieser Hund eher gemütlich ist und auch sein dichtes Fell und seine steile Hinterhand nicht gerade für längere Dauerbelastungen geeignet sind, kann bei ihm Agility, Dog Dancing oder Joggen vernachlässigt werden. Er liebt lange Spaziergänge, bei denen ihm viele Möglichkeiten zum Schnüffeln geboten werden. Seine Besitzer müssen nicht unbedingt sportlich sein, denn auch lange Wanderungen gehören nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Im Sommer bei hohen Temperaturen sollte Rücksicht auf das dichte Fellkleid genommen werden, denn es sorgt dafür, dass der Hund die Hitze nicht sehr gut verträgt.

Herkunft und Geschichte des Chow Chows

Die Vorfahren es Chow Chows stammen vermutlich aus der Mongolei und Sibirien, von wo aus sie nach China gelangten. Die Geschichte dieser ursprünglichen Hunderassen geht bis ins elfte Jahrhundert vor Christus zurück. Sie unterscheiden sich in ihrer Genetik stark von den heutigen Hunderassen. Chow Chows selbst sind über tausend Jahre alt. Bei ihnen handelt es sich vermutlich auch um die „Fu-Hunde“, die vor vielen chinesischen Gebäuden als Wächter stehen.

In der Antike waren Chow Chows tatsächlich Tempelwächter in China, in der Mongolei und in Tibet. Später wurden sie als Jagdhund oder private Wachhunde eingesetzt. Oft dienten Sie auch als Nahrung und ihr Fell als wärmende Kleidung. Am Kaiserhof war die Hunderasse lange Zeit ein Statussymbol.

Im 19. Jahrhundert kam die Rasse nach Europa und im Jahr 1887 begann mit ihnen in England die Zucht. Königin Victoria erhielt im Jahr 1865 einen „Löwenhund“ als Haustier und machte ihn dadurch bekannt. 1895 wurde der erste Chow-Chow-Verein in England und 10 Jahre später ein weitere in den USA gegründet. Die Hunde waren für normale Menschen unerschwinglich und galten lange als Statussymbol. Zwei Vertreter der Rasse lebten zwischen 1923 und 1929 im Weißen Haus. Sie hießen Tiny Tim und Blackberry und gehörten dem US Präsidenten Calvin Coolidge.

In China leben heute kaum noch Chow-Chows. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zählte die Rasse zu einer der populärsten Hunderassen.

Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt. Eine Theorie geht davon aus, dass er an das chinesische Wort „Gou“ für Hund angelehnt ist. Eine andere nimmt an, dass das Pidgin-Englische Wort „tschau-tschau“, das für „Leckerbissen“ steht, für die Namensgebung verantwortlich ist. Auch heute bedeutet das amerikanische Wort „chow“ umgangssprachlich „Futter“. Das wäre eine Erinnerung an die Zeit, in denen der Chow-Chow in China auch ein Fleischlieferant war, was heute glücklicherweise nicht mehr der Fall ist.

Rassetypische Krankheiten beim Chow Chow und worauf man achten muss.

Diese Rasse neigt zu Hautekzemen, Einstülpungen der Augenlider sowie zu Dysplasien der Ellbogen und Hüften vor. Die Krankheiten können durch Vorsorgeuntersuchungen und entsprechende Therapien verlangsamt werden, sodass Operationen unnötig werden.
Beim Kauf eines Welpen sollte darauf geachtet werden, dass die Elterntiere auf diese Krankheiten hin getestet wurden, denn seriöse Züchter verwenden nur gesunde Tiere zur Zucht.

Erziehung des Chow Chows

Da der Chow Chow ein sehr eigenwilliger Hund ist, gilt seine Erziehung als schwierig. Er benötigt klare und konsequente Anweisungen. Halter, die bei Blick in die Augen ihres süßen Teddybären weich werden, kommen in Schwierigkeiten, denn der Hund wird versuchen, die Oberhand zu gewinnen.

Diese Hunderasse muss mit liebevoll, aber konsequent, streng, aber einfühlend erzogen werden. Er wird allerdings niemals freudig gehorsam sein, sondern immer eigensinnig bleiben.

Sie sollten sich schon, bevor der Hund ins Haus kommt, eine Hundeschule suchen, die Erfahrung mit der Rasse hat. In der Hundeschule lernt Ihr Welpe dann im Spiel andere Hunde kennen. Diese Rasse sollte sehr gut sozialisiert werden, da der Hund sonst nur schwer zu kontrollieren ist.

Dieser als eigensinnig bekannte Hund ist am besten bei erfahrenen Hundehaltern aufgehoben. Er nutzt Anfängerfehler sofort aus, was in heiklen Situationen gefährlich werden kann. Halter ohne vorherige Hundeerfahrung sollten sich unbedingt über Hundeerziehung informieren und sich von erfahrenden Haltern oder dem Züchter Tipps geben lassen. Dann steht einem langen glücklichen Leben mit Ihrem „Löwenhund“ nichts mehr im Weg.

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