Hunderassen : detailliert von A bis Z , kleine, mittlere und große Hunderassen

Allgemeine Übersicht

Wer sich einen Hund zulegen möchte, der muss natürlich vorher auf verschiedene Sachen achten. Einerseits kommt es darauf an, wie groß der Hund ist, zweitens spielt auch die Rasse eine große und wichtige Rolle. Hauptsächlich werden die Hunderassen in drei Kategorien eingeteilt:

kleine Hunderassen
mittelgroße Hunderassen und
große Hunderassen.

In diesem Artikel wird auf jede einzelne Rasse eingegangen, sowie einige Tipps und Informationen gegeben, die Ihnen den Überblick erleichtern. Zusätzlich werden auch die vier wichtigsten Hunderassen aus jeder Kategorie genannt und beschrieben, sodass Sie ungefähr wissen, welche Hunde in welche Kategorie gehören. Somit wird Ihnen ein Ratgeber zur Verfügung gestellt, den Sie beim Kauf eines Hundes nutzen können.

Gruppierung der Hunderassen nach FCI-Gruppen

Die verschiedenen Hunderassen werden in bestimmte Kategorien aufgefasst und zwar durch die FCI, was eine Abkürzung für die Fédération Cynologique Internationale ist. Dabei handelt es sich um einen Dachverband, der sich mit Hunderassen und auch ihrer Zucht beschäftigt. Durch diesen Verband werden Hunde in bestimmte Hunderassen eingeordnet, aber auch bestimmte Standards gesetzt, die für die Zucht wichtig sind. Die FCI hat 10 Gruppen der Hunderassen festgelegt, die folgend kurz erklärt werden.

Gruppe 1: Hütehunde & Treibhunde

Wie der Name schon erahnen lässt, besteht diese Gruppe aus zwei Sektionen. Die Treib-und Hütehunde sind Arbeitshunde, die sehr intelligent sind und neben Treiben von anderen Tieren, werden sie oft für verschiedene Sportdisziplinen eingesetzt. Sie haben meistens ein charakteristisches Gebell und sind an sich sehr schnell.

Gruppe 2: Pinscher & Schnauzer – Schweizer Sennenhunde–Molossoide

Die Eigenschaft, die die Hunde aus dieser Hunderasse verbindet, ist der Jagdtrieb. Molossoide, sowie Schnauzer, Pinscher und Schweizer Sennenhunde sind extrem hilfsbereit, wachsam und verfügen über ein starkes Territorialbewusstsein. Zu dieser Kategorie gehören um die 50 Hunderassen, die in drei Sektionen eingeteilt werden.

Gruppe 3: Terrier

Diese Gruppe besteht aus vier verschiedenen Sektionen, und zwar
1. Zwerg-Terrier
2. Niederläufige Terrier
3. Hochläufige Terrier und
4. Bullartige Terrier.

Im Großen und Ganzen sind diese Hunde sehr mutig, aber auch extrem verschmust und spielfreudig. Beim Erlernen von Tricks sind sie sehr gut drauf und wurden sogar früher als Fuchs-Jäger eingesetzt. Zur Zeit gehören 34 Hunderassen zu dieser Gruppe.

Gruppe 4: Dachshunde

Der Dachshund wird auch Teckel oder Dackel genannt, und verfügt über kräftige Beine und einen langen Körper. Obwohl der Dachshund ein Jagdhund ist, ist er auch für die Familie geeignet, da er sehr freundlich mit Kindern ist.

Gruppe 5: Hunde und Spitze vom Urtyp

Diese Kategorie umfasst sieben Sektionen von Hunderassen, und zwar:
1. Den Urtyp
2. Den Urtyp mit Hunden zur jagdlicher Verwendung,
3. Europäische Spitze,
4. -Nordische Jagdhunde,
5. -Nordische Schlittenhunde,
6. Asiatische Spitze und
7. -Nordische Hüten-und Wachhunde.
Alle Hunde dieser Kategorie haben eine spitze Nase und spitze Ohren, sodass sie oft an Wölfe erinnern. Meistens werden sie für die Jagd eingesetzt, aber auch für das Hüten oder Arbeiten.

Gruppe 6: Schweißhunde, Laufhunde und verwandte Rassen

In dieser Gruppe befinden sich, wie der Name schon sagt, drei Sektionen mit insgesamt 69 verschiedenen Hunderassen. Dabei sind alle Hunde besonders für die Jagd geeignet, da sie von Natur aus dafür bestimmt sind.

Gruppe 7: Vorstehhunde

In dieser Gruppe befinden sich auch Hunde, die fürs Jagen geeignet sind, wobei hier eine Differenz zwischen den britischen und irischen, und den kontinentalen Vorstehhunden unterschieden wird. Insgesamt besteht die Gruppe aus 36 Hunderassen.

Gruppe 8: Apportierhunde – Wasserhunde– Stöberhunde

In dieser Gruppe befinden sich 22 Hunderassen, die in drei Sektionen eingeteilt sind. Die Apportierhunde tragen auch den Namen Retriever, der den meisten Menschen bekannt ist. Die Hunde aus dieser Gruppe sind perfekte Familienhunde und sehr oft werden Labrador Retriever auch als Blindenhunde verwendet.

Gruppe 9: Gesellschaft- und Begleithunde

In dieser Gruppe befinden sich 26 verschiedene Hunderassen, die alle extrem intelligent und menschenbezogen sind. Das Besondere an diesen Hunden ist die Tatsache, dass sie nicht fürs Jagen oder andere Tätigkeiten ausgebildet sind. Sie sollen eigentlich nur des Menschen bester Freund sein und nichts weiteres.

Gruppe 10: Windhunde

Die Windhunde sind sehr schlanke Rassen und werden in drei Sektionen eingeteilt:
1. Kurzhaarige Windhunde
2. Langhaarige Windhunde und
3. Rauhaarige Windhunde.
Das heißt, dass sie sich meistens durch die Länge ihres Fells unterscheiden, wobei sie alle in der Regel als Jagdhunde fungieren.

Wie viel Hunderassen gibt es insgesamt?

In dem vorherigen Absatz wurde die FCI angesprochen, die bei der Bestimmung der Hunderassen eine große Rolle spielt. Mittlerweile gibt es 346 verschiedene Rassen, die besondere Standards haben. Die FCI gewährleistet dann bestimmte Standards und erst nachdem diese erfüllt sind, kann man mit der Zucht anfangen. Damit man dann einen Überblick hat, welche Hunde es so alles gibt und wie man sie züchtet, hat die FCI die 10 Gruppen erschaffen. In jeder Gruppe sind Hunde mit ähnlichen Merkmalen, sodass sie einfacher zu verstehen sind. Die Einteilung der Hunderassen, wie sie uns heute bekannt ist, wurde 1987 durch die FCI in Jerusalem gemacht. Dabei wurde auch beschlossen, dass es innerhalb der Gruppen Sektionen gibt, sodass auch innerhalb der Rassen Differenzen erkannt werden können.

Vor/Nachteile jeder Hunderasse

Jede Hunderasse hat ihre Vor-und Nachteile, die man kennen sollte. Hier ein kurzer Überblick dazu:

Kleine Hunderassen

Die kleinen Hunde haben den Vorteil, dass sie ein kleines Körbchen benötigen, weshalb sie auch im Haus allgemein wenig Platz einnehmen. Außerdem können Sie die Hunde überall mitnehmen, da sie sich im Auto leicht „verstauen“ lassen. Der Nachteil liegt darin, dass die kleineren Hunde einfacher zu übersehen sind. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass diese Rassen ein geringes Gewicht aufweisen, sodass sie einfach zu tragen sind. Das ist besonders nützlich, wenn man sie beispielsweise zum Tierarzt tragen will.

Als nachteilig wird empfunden, dass diese Hunde wegen ihrer Größe nicht gerade für kleine Kinder geeignet sind. Das liegt daran, dass sie meistens ein bisschen mehr zupacken, als man sollte und das es dann zu Verletzungen beim Hund führt. Jedoch sind diese Hunde sehr langlebig und werden selten krank. Sie leben auch länger als größere Hunde. Hüft-oder Knieprobleme sind dann bei dieser Rasse am meisten vertreten.

Mittelgroße Hunderassen

Obwohl diese Hunde nicht so einfach in eine Tasche passen, wie es bei den kleinen Rassen der Fall ist, sind sie trotzdem einfach zu transportieren. Sie können in den Arm genommen werden und nehmen auch nicht so viel Platz auf dem Sofa ein. Ein weiterer Vorteil zeigt sich dann auch beim Gassi gehen.

Diese Hunderassen können Sie einfach unter Kontrolle halten, da sie nicht so stark ziehen können und man auch keine so große Kraft investieren muss. Das bezieht sich auf alle Hunde aus dieser Kategorie, außer auf Pudel, da sie dabei Probleme verursachen können.

Weiterhin sind mittelgroße Hunde für Familien perfekt geeignet, da sie, im Gegensatz zu großen Hunden, die Kindern nicht so einfach umrennen können. Als Nachteil werden dann die Krankheiten angesehen, unter denen diese Hunderassen leiden können. Probleme mit den Hüften oder den Knien sind sehr häufig, da der Körperbau an sich solche Schwierigkeiten begründet.

Im Allgemeinen sind diese Hunde am besten geeignet, egal ob man sie für eine Familie oder für sich selbst haben will. Sie weisen viele Vorteile im Vergleich zu großen und kleinen Hunden auf, weshalb sie ideale Lebensbegleiter sind.

Große Hunde

Die großen Hunde haben natürlich gleich den Nachteil, dass sie mehr Platz benötigen und nicht gerade zu übersehen sind. Es ist aber so, dass sich die meisten dieser Hunde auch an kleinere Wohnungen gewöhnen können, sodass sie auch da glücklich werden können. Der Nachteil ihrer Größe zeigt sich meistens beim Transport, da man für sie besonders viel Platz im Auto haben muss.

Letztendlich kann man sie nicht einfach in den Arm nehmen, weshalb man sich für eine Reise mit solchen Hunden vorbereiten muss. Falls der Hund krank wird, kann man ihn nicht zum Arzt tragen. Die meistens dieser Hunde wiegen zwischen 60-90 Kilo, weshalb er im Falle einer Krankheit nicht gerade von einem Menschen transportiert werden kann. Ein Nachteil ist auch darin zu sehen, dass diese Hunderassen viel Kraft haben, sodass sie stark an der Leine ziehen können.

Man hat dabei keine so große Chance, den Hund zu halten. Um das zu vermeiden, muss man viel Zeit in die Erziehung dieser Hunde investieren, sodass sie wissen, wie man sich benehmen sollten. Im Vergleich mit den kleinen Hunden leben diese Hunderassen deutlich weniger. Außerdem sind Herzfehler und Bandscheibenvorfälle recht häufig bei großen Hunden. Man muss sich also darauf vorbereiten, wenn man einen solchen Hund haben will.

Die bekanntesten kleinen Hunderassen

Jede Hunderasse hat verschiedene Anhänger, die richtige Prototypen der Kategorie sind. Bei den kleinen Hunden sind es vor allem
-der Affenpunscher,
-der Australian Silky Terrier,
-der belgische Griffon und
-der Chihuahua.
Diese werden jetzt kurz vorgestellt.

Der Affenpinscher

Obwohl diese Hunderassen eine der seltensten in der Welt sind, zeigen die Hunde typische Merkmale ihrer Kategorie auf. Dieser Hund ist sehr klein und hat ein dichtest, rauhaariges Fell. Vom Körperbau ist dieser Hund kräftig und kompakt, wobei die Fellfarbe meistens schwarz ist. Die buschigen Augen sind auch ein typisches Merkmal dieser Hunde.

Der Australian Silky Terrier

Dieser Hund hat ein gerades und feines Fell, welches nicht zum Boden reicht. Es ist ein niedrigstehender Hund, der ein fein strukturiertes Äußeres hat. Der Hals bei diesen Hunderassen ist sehr elegant, wobei der Körper an sich mäßig lang ist. Außerdem hat dieser Hund sehr kleine und gepolsterte Pfoten, die sehr stark an Katzenpfoten erinnern.

Der belgische Griffon

Bei diesem Hund handelt es sich um einen eleganten Begleithund, der einen sehr ausgewogenen Körperbau hat. Sein Fell ist recht kurz und rauh, meistens auch gekraust. Obwohl bei diesem Hund der Körperbau recht schmal und klein ist, ist der Hund an sich stark und hat einen großen Kopf. Es ist außerdem recht gut für ältere Menschen geeignet, da er sehr ruhig und nicht zu übertrieben spielfreudig ist.

Der Chihuahua

Diese Hunderasse ist recht bekannt, weil die Hunde sehr lebhaft und aufmerksam sind. Der Hund an sich ist recht freundlich, jedoch seines Territoriums bewusst. Da der Hund recht klein ist, hat er meistens Angst, dass er nicht „so ernst“ genommen wird. Deshalb wird empfohlen, dass man viel Zeit in die Erziehung des Hundes investiert, damit er sein Selbstbewusstsein stärken kann.

Beliebte mittelgroße und große Hunderassen

Vier Hunderassen, die einen mittelgroßen und großen Körperbau haben, sind:
1. Englische Bulldoggen
2. Field Spaniel,
3. Australien Shepherd und
4. Bergmasker.
Englische Bulldoggen

Die englischen Bulldoggen verfügen über ein glattes und kurzes Haar, wobei sie tief gebaut, kompakt und kraftvoll sind. Das Fell variiert und kann in verschiedenen Nuancen vorkommen.
Field Spaniel

Das Haar beim Field Spaniel ist recht glatt, lang und glänzt schön. Es ist meistens schwarz, kommt aber auch in anderen Farben vor, wie besiepislweise Braun oder Schimmel. Einfarbige Hunde sind jedoch nicht erlaubt, da sie Flecken auf der Brust haben sollten, um den Rassenstandard zu erfüllen.
Australian Shepherd

Besonders auffällig bei diesen Hunderassen ist das Fell, dass in verschiedenen Farben vorkommen kann. Rot, schwarz und Red-und Blue Merle sind nur einige der Farben, die man bei diesen Hunden vorfinden kann. Dabei kann das Muster gefleckt, marmoriert oder geschimmelt sein.

Bergamasker

Diese Hunde sind mittelgroß und haben ein rustikales Aussehen. Charakteristisch für sie ist die zottelige und üppige Behaarung, wobei das Fell meistens grau mit bestimmten Schattierungen ist.

Rassehundezucht Geschichte

Die Hunderassen wurden sogar im 13.Jahrhundert gezüchtet, da man somit verhindern wollte, dass sich diese Rassenhunde mit den Bauernhunden vermischen. Jedoch gab man da dem Aussehen nicht gerade viel Bedeutung. Als rassig wurden diejenigen Hunde beschrieben, die jagen konnten, wobei alle anderen als Bauernhunde galten. Aus diesem Grund kam es zu Inzucht, da man die Rasse behalten wollte.

Später, im 19.Jahrhundert, wurden neue Standards für Hunderassen gestellt, damit eine gute Rassen erhalten werden konnte. Am Anfang waren es recht bescheidene Versuche, wie beispielsweise beim Appenzeller Sennenhund, wo man mit 11 Tieren die Zucht begonnen hatte. Im heutigen Sinne hat die Zucht der Hunderassen ihren Ursprung in England, weil dort die kommerzielle Zucht der Bullenbeißer begann.

Die meisten Hunderassen, die wir heute kennen, stammen aus England, wobei auch nord-und mitteleuropäische Länder viele Rassen hervorgebracht haben. Letztendlich haben sich ja auch mehr als 200 Hunderassen und mittelgroße Hunderassen etabliert, die von der FCI in 10 Kategorien eingeteilt sind.

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