Australian Shepherd: Rasseprofil, Tipps &…

Australian Shepherd: Rasseprofil, Tipps &…

Australian Shepherd: Rasseportrait, Tipps und Tricks

Aussie: Allgemeine Übersicht

Wer sich für einen arbeitswilligen und klugen Hütehund interessiert, sollte einmal einen näheren Blick auf den Australian Shepherd werden. Die Beliebtheit des sogenannten „Aussies“ wird in Europa bereits seit einigen Jahren immer größer. Dies liegt unter anderem auch an seiner sehr schönen und ästhetischen Optik, sowie die große Vielfalt an Farben, in der die Rasse daher kommt.

Der Aussie ist als Rasse durch die FCI anerkannt und gehört zu den mittelgroßen Rassen aus Nordamerika. Die Standardnummer lautet 324 und er zählt zur Gruppe 1, also der Treib- und Hütehunde, und der Sektion 1, den Schäferhunden.

Zwar wird der AustralianShepherd auch heute noch zum Teil seiner Bestimmung, für die er ursprünglich gezüchtet wurde, nach, doch die Beliebtheit als Begleit- und Familienhund wächst stetig.

Es wurden bereits sogar schon züchterische Maßnahmen ergriffen, um den Arbeitswillen und das Temperament des Aussies zu reduzier. Dadurch sollte der Hund ruhiger und ausgeglichener werden. Nichtsdestotrotz sollten sich nur Menschen für die Anschaffung eines Aussies entscheiden, die auch selbst gerne sportlich und aktiv sind und den Hütehund in ihre Freizeitaktivitäten fest einbinden.

Der Australian Shepherd Charakter

Der Australian Shepherd Charakter ist temperamentvoll und vielseitig interessiert. Er ist intelligent, lernt sehr schnell und kann genauso schnell reagieren. Gegenüber Fremden zeigt er häufig eine unterschiedlich stark ausgeprägte Reserviertheit. Sein Schutztrieb ist hoch, darüber hinaus ist er aber sensibel und seine Reizschwelle relativ niedrig. Der Australian Shepherd zählt zu den sogenannten Spätentwicklern, was bedeutet, dass er Zeit braucht, um eine gewisse geistige Reife zu erlangen. Dies kann schon einmal bis zum zweiten oder dritten Lebensjahr dauern. Die Rasse des Australian Shepherd ist aktiv, in seinen ersten Lebensmonaten und Jahren benötigt er aber auch viele Ruhezeiten, damit er lernen kann, zu entspannen. Kontraproduktiv ist daher der Versuch, mit dem jungen Aussie, so lange zu spielen, bis er den Anschein macht, müde zu sein.

Da die Australian Shepherds reaktiv und sehr aktiv sind, sind sie keine geeigneten Familienhunde und auch für Anfänger nicht unbedingt empfehlenswert. Für Menschen, die selbst aktiv und naturverbunden sind, ist er allerdings ein toller Weggefährte. Herrchen oder Frauchen sollten sich nicht dafür scheuen, sich komplett auf den Aussie einzulassen und die Eigenschaften, welche diese Rasse mitbringt, zu fördern. Dies braucht, besonders während der ersten zwei Lebensjahre, einiges an Sachverstand, Geduld und Energie. Für diejenigen, die eher einen anspruchslosen und ruhigen Begleiter suchen, sollten von dem Australian Shepherd die Finger lassen. Die Bindung zwischen dem Hund und dem Mensch ist sehr eng und tief, weshalb er unbedingt am Familienleben teilnehmen muss. Für das Leben in einem Zwinger ist er ungeeignet.


Australian Shepherd: Die beliebtesten Aktivitäten der Rasse

Australian Shepherds sind sportlich und agil, weshalb sie sehr viel Bewegung im Alltag brauchen. Er ist ein lernfähiger und intelligenter Hütehund, was in nicht unbedingt empfehlenswert für einen Hundeanfänger macht. Australian Shepherds brauchen viel Abwechslung und Zuwendung. Bekommt er diese nicht, kann er anstrengend in seinem Verhalten werden.
Australian Shepherds laufen sehr gerne neben Fahrrädern oder Pferden her, joggen gerne und beschäftigen sich im Spiel nur zu gerne mit Kindern. Viel Spaß haben sie auch am Hüten von Schafen. Der extreme Drang nach Bewegung muss mehrmals pro Tag gestillt werden. Ein Anhaltspunkt sind zwischen vier und fünf Stunden Auslauf und Beschäftigung am Tag.

Australian Shepherd: Merkmale der Rasse

Der Aussie ist einfach voll und ganz ein Arbeitstier. Dies wird auch durch sein generelles Erscheinungsbild widergespiegelt. Die Hunde sind agil, aber dennoch muskulös.

Die Größe des Australian Shepherds liegt im mittleren Bereich. Für Rüden besagt der Standard der Rasse eine Schulterhöhe, die zwischen 51 und 58 Zentimetern liegt. Bei den Hündinnen wird dieser Rassestandard zwischen 46 und 53 Zentimetern angegeben.

Das individuelle Gewicht des Hundes richtet sich nach seinem Körperbau und seiner Größe. Generell sind die Rüden schwerer und größer als die Hündinnen. Ein Rüde bringt ein Gewicht von 19 bis 28 Kilogramm auf die Waage, die Hündinnen haben ein Gewicht, das zwischen 15 und 22 Kilogramm liegt.

Die Vielfalt an Farben ist bei dem Australian Shepherds sehr groß. Die Grundfarben bestehen aus schwarz, rotbraun und grau. Bei den grauen Hunden gibt es immer auch unterschiedlich große, zerrissene, zufällig vorkommende schwarze Stellen. Auch gibt es Aussies, die cremefarbenes Fell haben, das mit zufällig platzierten braunen Flecken dekoriert ist. Häufig sind bei den Australian Shepherds kupferfarbene oder weiße Abzeichen. Ganz selten gibt es auch Tiere, die gar keine Abzeichen tragen. Das Fell des Australian Shepherds ist gerade und lang, kann allerdings auch in die leicht gewellte Richtung gehen. Sie haben eine dichte Unterwolle und ein doppeltes, moderates Haarkleid. Das Fell ist weder zu fein noch zu üppig und einigermaßen wetterfest. Sie sind damit in der Lage, sich nahezu jeder klimatischen Bedingung anzupassen. Bei Hündinnen findet der Fellwechsel in regelmäßigen Abständen statt.

Australien Shepherd: Herkunft und Geschicht

Zu aller erst: Der Name täuscht. Der Australien Shepherd, oder „Aussie“, kommt gar nicht aus Australien, sondern aus Nordamerika.

Die Rasse des Australian Shepherds hat sich aus vielen verschiedenen Hütehunden aus allen möglichen Regionen auf der ganzen Welt entwickelt. Es wird vermutet, dass Schäfer im Baskenland oft verschiedene Rassen an Hütehunden besaßen. Die Schäfer nahmen die Hunde mit nach Amerika. Mit der Zeit haben sich die einzelnen Hütehunde untereinander gepaart. Anschließend wurde durch gezielte Züchtungen die heute als Australian Shepherd bekannte Rasse entwickelt. Auch damals wurde der Aussie, wie auch heute, auf Ranchen als Helfer und wichtiger Mitarbeiter eingesetzt.

Australian Shepherd: Rassetypische Krankheiten

Die Krankheiten, die beim Australian Shepherd am häufigsten auftreten, sind die Ellenbogengelenkdysplasie, die Hüftgelenksdysplasie sowie Varianten von Katarakten und andere Erkrankungen der Augen. Zu diesen Augenkrankheiten und Veränderungen zählen die Iris Hypoplasie, die progressive Retina Atrophie, die Collie Augen Anomalie sowie die Distichiasis.

Auch lassen sich beim Australian Shepherd öfter Autoimmunerkankungen und Erkrankungen im Bereich der Neurologie feststellen. Hierzu gehört beispielsweise die Epilepsie. Dies scheinen auf den ersten Blick recht viele rassentypische Krankheiten zu sein, allerdings ist der Australian Shepherd im Vergleich zu anderen Rassen, durchaus ein gesunder und robuster Hund.

Australian Shepherd: Tipps und Tricks bei der Erziehung

Die Erziehung und spätere Beschäftigung mit der Rasse nimmt viel Zeit in Anspruch. Geeignet ist das besonders für Personen, die einen guten und treuen Kameraden oder „Mitarbeiter“ suchen.

Die HundeRasse des Australian Shepherd ist in der Erziehung recht unkompliziert, denn die Hunde sind sehr schnell in der Lage das umzusetzen, was von ihnen verlangt wird. Bezüglich der Erziehung sollten sich Herrchen und Frauchen allerdings immer neue Ideen einfallen lassen. Die Rasse möchte immer weiter lernen und findet es nicht gut, auf nur einem Wissensniveau stehen zu bleiben.

Australian Shepherds sind sehr intelligent, sinnlose Befehle und stupide Wiederholungen langweilen den Hund mit der Zeit, wodurch gewisse Probleme entstehen können. Dann neigt der Australian Shepherd nämlich dazu, sich den Befehlen zu verweigern, und das ziemlich konsequent. Charakteristisch für die Rasse ist das Treffen von eigenständigen Entscheidungen. Wird ihm also ein Befehl erteilt, den er als sinnlos empfindet, kann es sein, dass er diesen verweigert. Auch neigt er dazu, Anweisungen nicht zu befolgen, wenn er generell nicht genug ausgelastet wird. Dann sucht sich der Australian Shepherd lieber auf eigene Faust eine neue Beschäftigung.

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